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Selbstoptimierung

Geschicktes Umgehen mit Geld

Geld spielt in unser aller Leben eine wichtige Rolle. Während meiner Banklehre habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, dass wir alle sparen.

Ich habe Menschen gesehen, die wenig bis durchschnittlich verdient haben und sich auf pump viele Sachen geleistet haben, um damit anzugeben. Oft merkt man, wer wirklich Geld hat, der prahlt damit nicht. Im allgemeinen wirkten die Menschen mit ordentlichen Reserven glücklicher.

In meiner Zeit als Privatkundenberater habe ich mehr verdient als ich brauchte. Aktuell verdiene ich weniger als ich zum Leben benötige. Wie ich in den zwei verschiedenen Phasen meines Lebens mit Geld umgehe erfährst du in diesem Artikel.

Dafür gebe ich mein Geld aus

Egal in welcher Phase meines Lebens, für folgendes habe ich immer Geld. Egal, wie leer das Konto ist. Dafür wird das Sparbuch angezapft.

  • Dinge, die mich klüger machen oder weiterbringen. Karteikarten, Füller, Bücher, Maus, Tastatur, aktuell ein Surface, eine Leselampe, … Für Sachen, die mir beim Lernen helfen ist immer Geld da. Mein Arbeiten soll so effizient und gut wie möglich gestaltet sein.
  • Sicherheit. Alles, was meine Sicherheit und körperliche Gesundheit betrifft. Als Beispiel: Fahrradhelm, wichtige Autoreperaturen wie die Bremse, Laufschuhe, …

Für die folgenden Sachen habe ich Geld, achte jedoch darauf, dass es nicht zu viel wird. Die meisten Sachen, die ich kaufe finden sich hier wieder.

  • Investitionen, die sich rentieren können. Sachen, die mir mein ganzes Leben nützlich sein können. Güter, mit denen ich Geld verdienen könnte. Kamera, Kettensäge, Anhängerkupplung, Segelscheine, …
  • Freunde und Familie. Für meine Freunde sind auch immer ein paar Euro da. Für einen gemeinsamen Grillabend, für ein kleines Geschenk oder ein Mitbringsel. Freunde und Familie sind mir wichtig.
  • Glück. Sachen, die mich total glücklich machen, über die ich mich sehr lange freuen werde. Bei mir sind das Segeltörns, Gartensachen, gute Kopfhörer.
  • Haushalt. Irgendwas muss ich essen und irgendwie muss auch ich mir die Zähne putzen. Wenn man viel selber kocht kann man viel sparen. Ein super Spargericht habe ich hier auch schon veröffentlicht.

1. Geldüberschuss

Ich konnte schon während meiner Ausbildung zum Bankkaufmann Geld zurücklegen. Natürlich hatte ich dann als ausgelernter Bankkaufmann mehr Geld als ich wirklich brauchte.

In der Regel gewöhnt sich der Mensch innerhalb von 2 Monaten an sein neues Gehalt. Man bekommt eine Gehaltserhöhung und passt seinen Konsum daran an. Nach gut zwei Monaten reicht das neue Gehalt wieder nicht für den Monat.

Geld künstlich knapp halten

Damit mir das nicht passiert, hab ich immer zu Anfang jeden Monats die Hälfte meines Gehaltes aufs Sparkonto geschoben. Mein Konto habe ich so künstlich immer knapp gehalten. Das Geld war vom Girokonto runter und aus meinem Kopf raus. Das hat für mich wunderbar funktioniert.

Natürlich wusste ich auch, dass ich studieren werde und habe Geld für mein Studium zurück gelegt. In einer späteren Phase meines Lebens wird genau dieser Punkt wahrscheinlich schwieriger. Man braucht einen Grund zum Sparen.

Mein Chef Eike hat mir aber ein Beispiel genannt, wie es trotzdem funktioniert. Er hat mir erklärt, warum Immobilienbesitzer am Ende ihres Lebens immer mehr Kapital haben als Mieter. Der Grund liegt einfach darin, dass die Immobilienbesitzer durch den Kredit zum Sparen gezwungen werden. Sie konsumieren weniger, da sie das Geld in ihre Immobilie “sparen”. Das ist eine weitere Möglichkeit, wie man sich zum Sparen diszipliniert.

2. Zu wenig Geld

Als Student in einer eigenen Wohnung und mit einem Auto hat man viele Ausgaben. Bei mir liegen die Ausgaben zwischen 700 und 900 Euro. Da ich Privatstudent bin und die Fachhochschule auch nicht wenig kostet, werden meine Kosten nicht durch mein Gehalt gedeckt. Wie gehe ich also nun mit meinem Geld um?

Natürlich ist für Sachen, die mich weiter bringen immer noch Geld da. Das wird mein ganzes Leben so bleiben. Die anderen Konsumausgaben hab ich noch weiter zurückschrauben können. Außerdem spare ich nicht mehr so viel. Meine Berufsunfähigkeitsversicherung, meine Riesterrente und ein Investmentfond in Technologieunternehmen sind das einzige, was ich aktuell noch bediene. Alle anderen Fonds und Bausparverträge ruhen gerade.

Knappheit

Jetzt ist das Geld automatisch knapp. Auf meinem Studienkonto ist ein gewisser Betrag, der für meine drei Jahre reichen soll. Ich weiß genau, wie viel ich jeden Monat abheben darf, damit es passt.

Heute sieht mein sparen so aus, dass ich versuche gar nicht an das Konto zu gehen. Ich spare tatsächlich mehr denn je, versuche auf der Autobahn nicht schneller als 120 zu fahren und nehme möglichst oft das Fahrrad. Zum leid meiner Freundin sehe ich nicht viel Sinn in Urlauben (Ausnahme ist Segeln) und ich gehe selten bis gar nicht feiern.

Meine Freizeitgestaltungen sehen so aus, dass sie mich weiter bringen. Ich bin in der CDU und lerne dort Politik, präsentieren und meine Ideen zu verkaufen. Ich arbeite in der Segelschule und organisiere ein Musikfestival. Nichts kostet Geld und bei allem lerne ich viel dazu.

Fazit

Bis jetzt hatte ich ein recht sparsames Leben. Aktuell befinde ich mich in der finanziell “schlechtesten” Situation meines Lebens. Bin aber am glücklichsten. Geld hat wenig mit “glücklich sein” zutun. Man muss nicht viel konsumieren um glücklich zu sein. Wenn man aber spart, hat man einen Puffer für schlechte Zeiten und man wird immer flexibler. Das Leben wird sorgloser und vielleicht auch spannender. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, irgendwann eine Immobilie zu kaufen. Hoffentlich bald.

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